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Auf den Spuren von Marie Madeleine – Teil 1

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Viele Jahre lang bin ich auf den Spuren von Marie Madeleine unterwegs gewesen und erst heute überkommt mich der Wunsch, darüber zu schreiben. Es trug sich zu vor vielen Jahren, da wollte ich nach Rom gehen, nachdem ich schon mal nach Santiago de Compostela mit dem Fahrrad gefahren war. Nicht dass ich katholisch gewesen wäre, aber Rom ist doch nach Santiago der zweite klassische Pilgerort eines gläubigen Menschen, der sich in der Nachfolge Jesu sieht. Ich fuhr damals bis Lausanne und fuhr mit dem Boot nach Montreux, um dort anzufangen zu laufen. Ich lief drei Tage in jenem Oktober; es war noch schön warm tagsüber und ich hatte zeitweise nur ein T-Shirt an. Doch ich war als Pilgerin ganz alleine auf weiter Flur. So alleine sollte ich bis nach Rom wandern?

Nach drei Tagen wurde es plötzlich empindlich kalt, als ich morgens aufstand. Ich hatte zum Glück in weiser Voraussicht eine Mütze, sowie Schal und Handschuhe einstecken und die brauchte ich auch, um mich an die nächste Straßenecke zu stellen und nach Frankreich zu trampen.  Nach wenigen Minuten hielt ein Paar an, das nach Lyon fuhr. Hurra, ich war gerettet! Dort war es nämliich schon viel weniger kalt. Von Lyon aus, wo ich drei Tage blieb, versuchte ich dann doch wieder auf den Jakobsweg in Richtung Spanien zu gelangen. Dort waren immer Leute unterwegs. Denn Fahrradfahren konnte ich ganz alleine ohne Probleme, aber sobald ich lief, brauchte ich den Austasuch mit anderen Menschen, zumindest am Abend. So trampte ich weiter und fuhr dann am Abend manchmal noch ein Stück weiter mit dem Zug in die nächste Stadt, in der ich in einer Jugendherberge schlafen konnte. So gelangte ich irgendwann nach St. Jean Pied de Port, da wo der sogenannte französische Weg losging.  Doch irgendwie merkte ich, es sollte nicht sein, dass ich jetzt nach Spanien ging. So schloss ich mich einem Deutschen an, der gerade zurücklief. Er hatte auf dem Hinweg nette Leute kennengelenrt, die er gerne besuchen wollte. Ganze drei Tage lief ich mit ihm. An einem der drei Tage übernachteten wir in einer Kirche, weil es zu der Jahreszeit keine Herberge mehr gab, die offen hatte. Wir hatten dort noch einen dritten Pilger getroffen, der von Vezelay aus gekommen war. Er war von diesem Weg begeistert gewesen, da er noch ziemlich ursprünglich war und er viel bei Leuten eingeladen worden war, weil es dort nicht überall Unterkünfte gab. Ich entdeckte damals in diesen Tagen, dass die Mülltonnen der Supermärkte überquollen und dass ich mich davon ernähren konnte. Das kam mir sehr entgegen, denn ich wusste, in wenigen Wochen würde das Einkommen aufhören, das ich bis dahin gehabt hatte. Denn ich wusste, ich würde nicht nach Deutschland zurückkehren.

Danach landete ich in Lourdes, das ich von meinem ersten Jakobsweg auf dem Fahrrad her kannte. Und dort wurde es auf einmal kalt. Genauer gesagt vier Grad. Es war Anfang November. Die Leute dort sagten: „Sie müssen woanders hinfahren. Hier ist nicht die Cote d’azur!“ Ich lernte jemanden mit einem Auto kennen, der mich erst bei ein paar Schwestern unterbrachte und mich dann einlud, mit ihm nach Avignon zu kommen. Ich sagte ja. Und so kam ich nach Avignon, wo ich bei einer seiner Bekannten unterkam. Avignon mochte ich nicht und so versuchte ich fast täglich abzuhauen, aber es gelang mir irgendwie nicht. Mir erzählte dann jemand, er hätte seit er dort ist lauter Unglück. War irgendwie nicht sehr vertrauenserweckend. Auch von anderen Leuten hörte ich später, sie hätten Unglück gehabt, als sie in oder bei Avignon waren, ob per Zug oder mit dem Auto. Ich fragte mich immer, was mit der Stadt ist, was mit ihr war, warum sie einen solch negativen Eindruck auf mich machte, schon seitdem ich das erste mal mit dem Fahrrad dort war. Da hatte ich angesichts der vielen Besucher des Papstpalastes die Flucht ergriffen. Ich stellte innerhalb vieler Jahre der Recherchen fest, was es war, das mich an Avignon so unglaublich störte, dass ich immer weg wollte: es war die schwarze Magie, die in dieser Stadt wohl sehr viel praktiziert wurde. Das ist die Energie von Avignon. Schwarze Magie. Und deshalb machte ich in der Folge immer einen gro0en Bogen um die Stadt.

Umso glücklicher war ich, als ich dann endlich wegkam. Über die Antillen mit Besuch eines Klosters fuhr ich zu einem Konvent von Klosterbrüdern in der Nähe von Arles. Dort war ich auch bei meiner Fahrradpilgertour vorbeigekommen und ich wollte gerne mit dem dortigen Bruder, der deutsch sprach reden. Von dort aus wollte ich nach Saintes Maries de la Mer zu fahren, wo zwei Marien damals nach dem Tod von Jesus angekommen sein sollten. Ich wollte dorthin trampen. Doch dann hielt ein Mann an, der von Emmaus kam. „Wo wollen sie hin?“ fragte er mich. „Nach Saintes Marie de la Mer.“

„Ich fahre nach Marseille. Ich kann sie mitnehmen.“ „Ich wollte zwar in die andere Richtung, aber ich fahre mit“. So kam ich nach Marseille. Was er genau sagte, weiß ich nicht mehr . Aber es war enorm aufbauend. Er fuhr mit mir durch die Stadt und spielte ein wenig den Stadtführer, lud mich in sein Lieblingsrestaurant zum Essen ein und zeigte mir die wunderschönen Calanque, die Felsen am Meer. Ich blieb nur ein paar Tage in Marseille, dann entdeckte ich einen Bus, auf dem Aix-en-Provence stand. In Aix-en-Provence war ich mit siebzehn Jahren einmal auf dem Motorrad durchgefahren und hatte mich sofort Zuhause gefühlt. So stieg ich in den Bus ein. Er brachte mich nach Aix-en-Provence, wo Marie Madeleine zehn Jahre gelebt haben soll…

Hier möchte ich nun einen Text anfügen, den ich aktuell gefunden habe, als ich auf der Suche nach einem Bild von Maria Magdalena war,  bevor es ein andermal weitergeht im Text:

Judas und der gute Hirt

(Bildmeditation über ein Säulenkapitell in der Kathedrale Sainte Marie-Madeleine, Vézelay)

Es gibt viele Bilder vom guten Hirten. Vor allem in Kinderbibeln finden wir Darstellungen, die zeigen, mit wieviel Freude der gute Hirt das verlorene Schaf nach Hause trägt.

Jesus selbst bezeichnet sich als den guten Hirten, der uns Menschen nachgeht. Auch dort, wo wir auf dem falschen Weg sind und in die Irre laufen.

Gibt es für den Hirten eine Grenze? Sagt er irgendwann:

„Bis hierher geh ich – und keinen Schritt weiter?“

In Vézelay, einem Ort in Burgund, findet sich in der dortigen Kathedrale Sainte Marie-Madeleine (12. Jahrhundert) ein Säulenkapitell mit einer Darstellung, die einzigartig und beeindruckend ist.

„Judas und der gute Hirt“ könnte das Bild heißen.

Es besteht aus zwei Szenen.

Auf der einen Seite sieht man Judas mit aufgerissenen Augen und weit heraushängender Zunge, verzweifelt, hilf- und wehrlos am Strick an einem Baum hängen. Er hat sich – ver-strickt in seine Schuld – umgebracht. Er wusste nicht mehr aus und ein. Er hat seinem Leben aus lauter Verzweiflung ein Ende gemacht.

Auf der anderen Seite des Kapitells sieht man, wie jemand den toten Judas vom Baum genommen, von seinen Ver-strickungen befreit und auf seine Schultern gelegt hat. Nun trägt er ihn – wie ein Hirt das verletzte oder verlorene Schaf – und bringt ihn nach Hause.

Kein Zweifel, der Hirt ist der auferstandene Christus, der der den toten Judas aufnimmt, ihn heimholt und annimmt.

Was für eine Botschaft erzählt dieses über 800 Jahre alte Steinrelief?

Welch revolutionäre Sicht des unbekannten Steinmetz von Vézelay, der in großer künstlerischer und gläubiger Freiheit die tragische Judasgeschichte radikal weiter- und zu Ende gedacht hat?

Das Judaskapitell von Vézelay ist zweifellos ein starkes, ein faszinierendes Bild.

Eindrucksvoller lässt sich die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes nicht darstellen.

Mit seiner Botschaft – in Stein gemeißelt – trifft es mitten hinein ins Zentrum der biblischen, der christlichen Verkündigung.

Christus gibt Judas nicht auf. Er lässt ihn nicht hängen.

Er löst ihn aus seinen Ver-strickungen. Er legt ihn sich selber auf und trägt ihn. Es ist fast wie eine Umarmung, ein Umfangen.

Was für eine Liebe! Welch großes Erbarmen und Verzeihen!

Doch ist Judas nicht der, der den unschuldigen Jesus verraten und verkauft hat? Hat er ihn nicht für dreißig Silberlinge ans Messer geliefert hat? Hat er nicht den Sohn Gottes auf dem Gewissen?

Warum hat er das getan? Geldgier, Neid, Enttäuschung…?

Durch alle Jahrhunderte hat Judas die Gemüter bewegt. Bis heute wird viel über seine Beweggründe diskutiert.

Warum auch immer er das getan hat, fest steht, dass er Jesus mit einem Kuss verraten und an seine Feinde ausgeliefert hat.

Ist Judas nicht das Paradebeispiel von Bösartigkeit?

Ist er nicht der Inbegriff von Versagen und Schuld?

Eine unvorstellbar große Schuld, von der viele oft gemeint haben, sie könne unmöglich vergeben werden.

Für die Menschen des Mittelalters war klar: Auf Judas wartet die ewige Verdammnis.

Und dieser Judas wird nun von Jesus vom Strick genommen und – wie das verlorene Schaf – nach Hause getragen?

Kann das sein? Ist das nicht höchst anstößig und provozierend?

Gnade für Judas? Kann es das geben?

Hat nicht der Teufel Judas in seinen Besitz genommen?

Geht die Gnade und Liebe Gottes wirklich so weit, dass sie selbst Judas erreicht?

Schenkt Gott in seiner unermesslichen Barmherzigkeit sogar ihm eine Möglichkeit zu Rettung, Heil und Leben?

Die Darstellung in der Kathedrale von Vézelay von Judas und dem guten Hirten ist Ausdruck der tiefen gläubigen Überzeugung, dass die Liebe Gottes wirklich unvorstellbar groß ist, größer als jedes Versagen, größer als alle Schuld, stärker als alle Sünden.

Im ersten Johannesbrief steht das Wort: „Klagt uns unser Herz auch an, Gott ist größer und er weiß alles.“ (1 Joh 3, 20)

Gott ist größer. Seine Liebe ist größer. Gottes Barmherzigkeit ist größer. Gottes Liebe und Barmherzigkeit ist unermesslich.

Wo wir sagen: verloren, sagt er: gefunden.

Wo wir sagen: verdammt, sagt er: gerettet.

Wo wir nein sagen, sagt er doch ja.

Das Kapitell von Vézelay zeigt uns im guten Hirten, der Judas auf seinen Schultern trägt, den unendlich barmherzigen Gott.

Heil und Erlösung werden für Judas nicht ausgeschlossen.

Judas ist in all seiner Tragik kein hoffnungsloser Fall.

Das hat etwas sehr Tröstliches und Hoffnungsvolles.

Kein Leben ist endgültig verpfuscht. Kein Mensch ist hoffnungslos verloren.

Das heißt allerdings nicht: „Es ist egal, wie du lebst und was du machst, am Ende wirst du doch gerettet. Wir kommen alle, alle in den Himmel.“

Judas und der gute Hirt sagen vielmehr: „Meint nicht, dass Gottes Liebe klein und begrenzt ist. Schließt nicht aus, dass mancher gerettet wird, von dem ihr es nicht erwartet. Gott ist groß im Verzeihen.“

Gott geht uns mit Sicherheit weiter nach, als wir uns vorstellen können. Und wenn es auch nur ein noch so kleines Zeichen von Reue und Umkehr gibt, wird Gott es sehen und entsprechend handeln.

Wie verloren das Schaf auch sein mag, der Hirt geht ausdauernd und geduldig, bis er es findet.

Gott geht ganz, ganz weit in seiner Liebe.

Der gute Hirt von Vézelay gibt allen Hoffnung, die sich in unheilvolle Geschichten verstrickt haben wie Judas.

Er gibt denen Hoffnung, die sich scheinbar rettungslos verirrt haben und als hoffnungslos verloren gelten.

Welches Glück, dass es die suchende Sorge des Hirten gibt!

Der gute Hirt ist Jesus Christus, der von sich selbst sagt, dass er gekommen ist, um zu suchen, was verloren war und zu heilen, was verwundet ist.

Der gute Hirt, Jesus Christus, wird uns finden, ganz bestimmt!

Ihm ist nichts zu viel, kein Weg zu weit. Er gibt sogar sein Leben hin für die Schafe. So ist Gott!

In Jesus Christus hat er alle Schuld der Welt auf sich genommen.

„Für euch und für alle“, sagt Jesus zu den Seinen im Abendmahlssaal.

Und beim letzten Abendmahl war auch Judas dabei!

Er wird jeder und jedem auch von uns ein gnädiger Richter sein, wenn sich unser irdisches Leben mit all seinen Verstrickungen vollendet hat.

Gottes Liebe aber ruft unsere Liebe. Jesu Herz ruft unser Herz.

Der gute Hirt sucht, ruft und braucht auch heute gute Hirten und Hirtinnen, die nicht verdammen, sondern retten; die suchen und heimholen, was als verloren erscheint; die nicht abschieben, sondern aufnehmen; nicht abschreiben, sondern annehmen; nicht verurteilen, sondern aufrichten; nicht ausschließen, sondern befreien und erlösen.

Und wenn wir selbst manchmal vielleicht mit uns hadern, weil wir mit einer Schuld nicht fertigwerden oder weil es uns immer wieder so schwer fällt, unseren Idealen treu zu bleiben, wenn wir auch in uns, die wir doch glauben möchten, noch so viel Verweigerung, Wut, Hass, Misstrauen wahrnehmen, dann gilt auch uns die Stimme des guten Hirten, die uns zuruft:

Wenn das Herz euch auch verurteilt, Gott ist größer als euer Herz und er weiß alles.

Und vielleicht beginnt das Vertrauen in uns zu wachsen, dass wir in allem, was wir zu tragen haben, selbst getragen sind. Und wir dürfen unser Herz in seiner Gegenwart beruhigen und uns bei ihm geborgen fühlen.

 

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Der Evangelium der Maria Magdalena von Jean Yves Leloup

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Hiermit moechte ich ein Buch vorstellen, das mich seit einiger Zeit begleitet.

Das Buch ist eine Entdeckung. Es ist für mich der Schluessel zum wahren Glaubensverstaendnis wie es Jesus fuer seine Juenger vorgesehen hat. Fuer die Juenger, die wagen, an eine Frau zu glauben. Fuer alle Menschen, die es wagen, an eine Frau zu glauben. Den anderen bleibt es verwehrt. Nun, dieses Evangelium geht ueber alle anderen hinaus. Es gibt uns klare Botschaften: liebt einander wie Euch selbst und liebt Euch selbst wie ICH Euch geliebt habe. Einen anderen Weg gibt es nicht. Liebt Euch selbst wie ICH Euch geliebt habe, denn sich selbst zu lieben ist ohne ihn unmoeglich. Wir brauchen IHN, der durch uns hindurch liebt.

Und auch sonst gibt es darin wichtige Botschaften fuer das kommende Jahrtausend: fuegt keine Regel und kein Gesetz dem hinzu, von dem ich Zeugnis abgelegt habe, auf dass Ihr nicht zu Sklaven von ihnen werdet. Das heisst: es gibt kein menschengemachtes Gesetz im goldenen Zeitalter.

Meine Erfahrung ist: mit Marie Madeleine geht man durch dick und duenn und kommt weiter. Man kommt irgendwo wieder an ohne sich gaenzlich zu verlieren wie bei so vielen anderen Schulen. Wir werden vollkommen Mensch, das war immer die Botschaft. Wir werden nicht heilig oder abgehoben, sondern vollkommen Mensch mit all seinen Facetten. Menschlich. Darin versteckt sich eine lebensbejahende Religion, die jenseits liegt von allem, was uns aus dem Christentum bekannt ist. Denn das Christentum per se sieht den Tod vor, verherrlicht den Tod, das Sterben. Es wird jedoch Zeit, dass wir das Leben verherrlichen, denn es ist Gottes Schoepfung! Und das ist, wem und was man treu bleiben muss: des Gottes und der Goettin Schoepfung. Und das sind auch wir selbst.

Ich fand das Buch auf franzoesisch und dort haben mir auch die Kommentare in schwierigen Momenten sehr viel geholfen. Jean Yves Leloup ist ein Mensch, der jahrelang als Moench zum einen in der katholischen Kirche als auch in der orthodoxen beheimatet war und ist, noch dazu als Dominikaner, die in der Tradition der katholischen Kirche der Wahrheit am naechsten stehen und die traditionell mit der Betreuung der Uebrigbleibsel von Marie Madeleine betreut wurden. So war er jahrelang auch in Sainte Baume, was nach offizieller Kirchenmeinung der Ort war, an dem Marie Madeleine in einer Hoehle bei Marseille gelebt hat. Inoffiziell stimmt das meiner Meinung jedoch nicht. Mit der Energie in Sainte Baume ist irgendetwas nicht in Ordnung, ebenfalls nicht mit der Energie in Maximin la Sainte Baume, wo Marie Madeleines Kopf angeblich sein soll. Ich glaube auch daran nicht. Wenn, dann wurde er zu rituellen Zwecken uebelst missbraucht. Ich halte es jedoch kaum fuer moeglich. Fuer mich hat der Kopf dort mit Marie Madeleine nichts zu tun.

Der Legende nach soll Marie Madeleine von Marseille aus in eine Hoehle gewandert sein und da wird einfach die Hoehle in Sainte Baume angenommen, obwohl sie sehr hoch gelegen ist. Es gibt aber auch andere Theorien, das waere gar nicht die richtige Hoehle gewesen und die richtige Hoehle sei woanders. Ich bin der Sache jedoch nicht auf den Grund gegangen. Die Zeit war einfach noch nicht reif.

Die Dominikaner waren aber auch diejenigen, die die Katharer am staerksten verfolgt haben. Sie waren fuehrend bei der Inquisition und dem Feldzug gegen die Katharer. Und all das, weil die Katharer sich gewehrt haben. Aber diesmal sind wir auf der Erde, um alles zu vereinen und Marie Madeleine kann uns dabei helfen. Die deutsche Uebersetzung kenne ich derzeit noch nicht, aber jedem, der franzoesisch kann, sei das Original waermstens ans Herz gelegt und empfohlen. Es ist eine Lektuere, die zu kennen sich lohnt und dem, der sie verfolgt vielleicht zu einen Weg in ein vollkommen anderes Leben fuehrt. Ein Leben jenseits von allem Bekannten und von dem, was in den bekannten Evangelien steht. Ein Leben der Annahme, was ist – der Akzeptanz in Liebe. Und das ist doch, wo wir hinwollen…

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena

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Schon lange recherchiere ich ueber die wahre Lehre Jeschuas, also Jesu von Nazareths und ueber das Leben Maria Magdalenas. Eben fand ich rein „zufaellig“, als ich etwas ganz anderes wollte diesen Text auf der Internetseite der „Ecclesia Pistis Sophia“ in einem Blog der Berliner Studiengruppe hier bei wordpress.com und sie gaben mir die Genehmigung, es hier nochmal zu veroeffentlichen. Langsam moechte ich diese Nachforschungen weitergeben, denn ich merke: „Glauben ist alles“ und was in den bekannten Evangelien steht nur ein Teil der Wahrheit…

Das Beste ist jedoch das englische Original mit 250 Versen unter  http://www.sophian.org/secret_gospel_of_mary.html .

Das geheime Evangelium der Maria Magdalena (Verse 1-9)

Veröffentlicht am November 21, 2008

Maria Magdalena von Pietro Perugino

Aufgezeichnet von Tau Malachi Eben Ha-Elijah

Das “Evangelium der Maria” besteht aus 250 ausgewählten Versen, die in der mündlichen Tradition der Sophia-Gnostik der Heiligen Maria Magdalena zugeschrieben werden. Einerseits sind diese Verse von der Heiligen Braut inspiriert, und andererseits sind sie aus einer mündlichen Tradition hergeleitet, die seit langer Zeit besteht. Dies ist immer so, wenn man aus einer mündlichen Tradition heraus spricht oder schreibt. Wie die Geschichten erzählt werden, hängt von der Inspiration des Geistes im jeweiligen Moment ab. Aus diesem Grunde wird die mündliche Tradition unter Sophia-Gnostikern so hoch geschätzt, den sie bleibt immer dynamisch und lebendig. Indem wir jedoch etwas von unserer mündlichen Tradition niederschreiben, dehnen wir das Licht der Braut über unseren spirituellen Kreis hinaus aus und erlauben Anderen, das Bild der Gesalbten Braut, der Heiligen Maria Magdalena, so zu erblicken, wie sie von Sophia-Gnostikern gesehen wird. Heutzutage suchen viele Menschen nach Erkenntnissen über Maria Magdalena, und so scheint es, dass der Muttergeist uns dazu ruft, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Zu Ehren des Muttergeistes und von Kallah Messia (der Gesalbten Braut) bieten wir diese Verse in ihrem Namen an, als freiwilliges Geschenk für alle. Wir beten, dass sie ein Segen und eine Inspiration für alle sind, die sie empfangen.

1. Dies sind Verse, die von der Jungfrau Salome im Namen Maria Magdalenas gesprochen wurden. Weise Frauen bewahrten sie vertrauensvoll. Maria sagte, “Wenn du die Lichtfrau kennst, wirst du deine Mutter erkennen, und du wirst vom Muttergeist als Kind des Lichtes wiedergeboren werden. Weil das Licht ungeboren ist, wirst du ewiges Leben haben.”

2. Maria sprach mit ihren Gefährtinnen, und sie sagte, “Es gibt die Herrlichkeit der Herrlichkeit und die Herrlichkeit des Lichtes, und des gibt das Wahre Licht. Deshalb suche die Essenz des Lichtes, die jenseits von allem ist, und du wirst das Wahre Licht erkennen.”

3. Maria sagte, “Diese Welt ist ein Friedhof, sie ist mit Leichen gefüllt. Aus diesem Grunde setzte der Herr (Yeshua = Jesus) die Welt in Brand, damit die Toten erwachen können und Geister befreit werden. Und jetzt brennt das Feuer. Wir hüten das Feuer, damit es hell brennen kann, und wir tanzen im Feuer, denn wir sind entflammt vom Geist Yahwes. Wenn du den Gesalbten suchst, suchst du das Feuer. Und wenn du vollkommen verbrannt bist, wirst du glücklich sein im Wahren Licht.”

4. Eine Frau fragte Maria: “Bist du die Eine, die der Herr innig liebte? Maria sagte: Der Herr liebte die Welt, und er gab der Welt Licht und Leben, damit niemand mehr in Dunkelheit leben würde. Er liebte mich als die Seele der Welt. Indem er mich umarmte, umarmte er die Welt und erhob sie in die Brautkammer. Ich bin die, die der Herr liebt, so wie er deine Lichtseele liebt.” Maria sagte: Wer mich findet, wird den Gesalbten finden, denn ich bin das Haus, indem der Herr wohnt.”

5. Die Gefährten sagten zu Maria: “Erzähl uns vom Neuen Jerusalem.” Maria sagte: Es ist Weisheit, die nicht von dieser Welt ist, sondern von der Welt des Überirdischen Lichtes. Wenn alle Funken eingesammelt sind und alle Lichtgefäße geheilt sind, wirst du die Herrlichkeit des Neuen Jerusalem vom Himmel kommen sehen. Im ihr wirst du die Brautkammer und das Bild des Gesalbten erblicken.”

6. Maria sagte: “Was niedergeschlagen wurde, soll erhoben werden, und was erhoben wurde, soll herabgeworfen werden; was oben ist, muss zur Erde heruntergebracht werden, und die Erde muss zum Höchsten erhoben werden.”

7. Maria sagte: “Das Feuer ist oberhalb des Wassers, und der Himmel ist über der Erde. All das ist sowohl oben als auch unten. Alles ist vereint im Schoß der Mutter, der der uranfängliche Raum ist, aus dem alles hervorgeht. Alles wird zu seiner Wurzel und Essenz zurückkehren.”

8. Maria sagte zu einer Frau: “Die Mutter ist alles, und sie ist nichts. Sie ist alles hier auf der Erde und sie ist nichts in der Umarmung des himmlischen Vaters. Trotzdem ist sie auf der Erde und im Himmel dieselbe. Hier verändert sie sich immer. Du bist sie und sie ist du.”

9. Maria sagte einmal: “Befasse dich nicht mit der Dunkelheit in der Welt, sondern verbanne die Dunkeheit, die in dir ist. Denn sie wird dich binden und zerstören, wenn du sie nicht ausstößt”

wird fortgesetzt …

[Übersetzt aus Sophia Fellowship, „The Secret Gospel of Mary“, recorded by Tau Malachi Eben Ha-Elijah]