Der Evangelium der Maria Magdalena von Jean Yves Leloup

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Hiermit moechte ich ein Buch vorstellen, das mich seit einiger Zeit begleitet.

Das Buch ist eine Entdeckung. Es ist für mich der Schluessel zum wahren Glaubensverstaendnis wie es Jesus fuer seine Juenger vorgesehen hat. Fuer die Juenger, die wagen, an eine Frau zu glauben. Fuer alle Menschen, die es wagen, an eine Frau zu glauben. Den anderen bleibt es verwehrt. Nun, dieses Evangelium geht ueber alle anderen hinaus. Es gibt uns klare Botschaften: liebt einander wie Euch selbst und liebt Euch selbst wie ICH Euch geliebt habe. Einen anderen Weg gibt es nicht. Liebt Euch selbst wie ICH Euch geliebt habe, denn sich selbst zu lieben ist ohne ihn unmoeglich. Wir brauchen IHN, der durch uns hindurch liebt.

Und auch sonst gibt es darin wichtige Botschaften fuer das kommende Jahrtausend: fuegt keine Regel und kein Gesetz dem hinzu, von dem ich Zeugnis abgelegt habe, auf dass Ihr nicht zu Sklaven von ihnen werdet. Das heisst: es gibt kein menschengemachtes Gesetz im goldenen Zeitalter.

Meine Erfahrung ist: mit Marie Madeleine geht man durch dick und duenn und kommt weiter. Man kommt irgendwo wieder an ohne sich gaenzlich zu verlieren wie bei so vielen anderen Schulen. Wir werden vollkommen Mensch, das war immer die Botschaft. Wir werden nicht heilig oder abgehoben, sondern vollkommen Mensch mit all seinen Facetten. Menschlich. Darin versteckt sich eine lebensbejahende Religion, die jenseits liegt von allem, was uns aus dem Christentum bekannt ist. Denn das Christentum per se sieht den Tod vor, verherrlicht den Tod, das Sterben. Es wird jedoch Zeit, dass wir das Leben verherrlichen, denn es ist Gottes Schoepfung! Und das ist, wem und was man treu bleiben muss: des Gottes und der Goettin Schoepfung. Und das sind auch wir selbst.

Ich fand das Buch auf franzoesisch und dort haben mir auch die Kommentare in schwierigen Momenten sehr viel geholfen. Jean Yves Leloup ist ein Mensch, der jahrelang als Moench zum einen in der katholischen Kirche als auch in der orthodoxen beheimatet war und ist, noch dazu als Dominikaner, die in der Tradition der katholischen Kirche der Wahrheit am naechsten stehen und die traditionell mit der Betreuung der Uebrigbleibsel von Marie Madeleine betreut wurden. So war er jahrelang auch in Sainte Baume, was nach offizieller Kirchenmeinung der Ort war, an dem Marie Madeleine in einer Hoehle bei Marseille gelebt hat. Inoffiziell stimmt das meiner Meinung jedoch nicht. Mit der Energie in Sainte Baume ist irgendetwas nicht in Ordnung, ebenfalls nicht mit der Energie in Maximin la Sainte Baume, wo Marie Madeleines Kopf angeblich sein soll. Ich glaube auch daran nicht. Wenn, dann wurde er zu rituellen Zwecken uebelst missbraucht. Ich halte es jedoch kaum fuer moeglich. Fuer mich hat der Kopf dort mit Marie Madeleine nichts zu tun.

Der Legende nach soll Marie Madeleine von Marseille aus in eine Hoehle gewandert sein und da wird einfach die Hoehle in Sainte Baume angenommen, obwohl sie sehr hoch gelegen ist. Es gibt aber auch andere Theorien, das waere gar nicht die richtige Hoehle gewesen und die richtige Hoehle sei woanders. Ich bin der Sache jedoch nicht auf den Grund gegangen. Die Zeit war einfach noch nicht reif.

Die Dominikaner waren aber auch diejenigen, die die Katharer am staerksten verfolgt haben. Sie waren fuehrend bei der Inquisition und dem Feldzug gegen die Katharer. Und all das, weil die Katharer sich gewehrt haben. Aber diesmal sind wir auf der Erde, um alles zu vereinen und Marie Madeleine kann uns dabei helfen. Die deutsche Uebersetzung kenne ich derzeit noch nicht, aber jedem, der franzoesisch kann, sei das Original waermstens ans Herz gelegt und empfohlen. Es ist eine Lektuere, die zu kennen sich lohnt und dem, der sie verfolgt vielleicht zu einen Weg in ein vollkommen anderes Leben fuehrt. Ein Leben jenseits von allem Bekannten und von dem, was in den bekannten Evangelien steht. Ein Leben der Annahme, was ist – der Akzeptanz in Liebe. Und das ist doch, wo wir hinwollen…

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Über Michelle

Ich bin eine seit vielen Jahren weitgehend freegan, also mehr oder weniger ohne oder mit wenig Geld lebende innereuropaeische Weltenbummlerin, die immer mal wieder ueber ihr Leben im Vagabundenblog schreibt. Das heißt konkret, ich habe seit mehreren Jahren kein Einkommen und keine finanzielle Unterstützung, bin also vollkommen ausserhalb des Systems und lebe von dem, was ich noch habe. Ich lebe die meiste Zeit konvivialistisch, also bei anderen Menschen mit und helfe ihnen mit dem, was mir Spaß macht und Freude bereitet. Mein Essen kommt zum Großteil vom Containern oder vom Aufsammeln von Obst und Gemüse auf Märkten. Die meiste Zeit der vergangenen Jahre verbrachte ich in Frankreich, aber ich bin manchmal auch für eine Zeitlang in Spanien, Deutschland oder anderweitig unterwegs. Ein Jahr lang lebte ich ganz ohne Geld in Frankreich und begann meinen Vagabundenblog zu schreiben, damals noch auf myspace. Aus ihm habe ich das ebook 'Vom Leben ohne Geld: Der Vagabundenblog' zusammengestellt, das ich auf scribd.com veroeffentlicht habe (siehe blogroll 'ebook vom Vagabundenblog'). Für zwei Jahre lebte ich in einem halb ausgebauten LKW, bin dann aber doch wieder zu meinem konvivialistischen Leben zurückgekehrt, zum einen, weil es mir noch besser gefallen hat und zum anderen, weil ich einfach glücklicher war. Und zwar deshalb, weil es dabei immer einen Austausch gibt, ein Geben und Nehmen. Und weil ich meinen Wagen aufgegeben hatte, was allerdings vielleicht doch keine so gute Idee war, denn ich habe ihn wirklich vermisst und er fehlt mir bis heute. (Falls jemand einen Wagen zu verschenken hat, bin ich dankbar). Ich war die ganze Zeit ueber aber immer bei Leuten eingeladen und kann mich von daher nicht beschweren. Ich möchte dadurch, dass ich mit wenig Geld lebe zum einen zeigen, dass dies möglich ist und zum anderen, dass man ohne viel Geld aeusserst glücklich sein kann. Mein Vagabundenblog ist sozusagen der Beweis. Damit kein Mensch Angst zu haben braucht, wenn es darum geht die Menschen zu verchippen, dass er ohne Chip nicht leben kann. Das ist gar kein Problem, nur vielleicht nicht ganz so bequem ;)

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